Gesang

Die Stimme ist das persönlichste aller Instrumente. Dabei kommen Fragen auf, wie „Welche Tonlage ist die meine? Welchen Tonumfang besitze ich? Wie kann ich meiner Stimme mehr Ausdruckskraft verleihen?“

Ein Traum vieler junger und auch erwachsender Menschen ist es, die Stimme richtig zu trainieren. Oftmals genügt ein einfacher Chor nicht, um die individuelle Stimme korrekt und stark zu fördern. Hierfür sind unsere Gesangslehrkräfte spezifisch geschult und gehen mit individueller Stimmbildung auf jeden Schüler*in ein.

Unsere Gesangslehrkräfte bringen bei, die Stimme gezielt und kreativ zu verwenden, um Emotionen auszudrücken und Gefühle sowie Bilder hervorzurufen. Korrekte Atemtechniken, die richtige Haltung und ein regelmäßiges Training sind ausschlaggebend für die erfolgreiche Entwicklung der Stimme. Und man merkt schnell, dass sich dies nicht nur positiv auf die Singstimme, sondern auch auf die Sprechstimme auswirkt,

Egal ob durch klassische Literatur, mit Jazz, Pop oder Rock.

Unsere Gesangslehrkräfte

Verena Seid

Instrument: Gesang

Kommt aus: Baiersbronn (zugezogen)

An der MuK: Seit April 2021

Weg zur Musikschule Freudenstadt: Studium Gesang (Oper, Konzertgesang) und Gesangspädagogik an der HfMDK Frankfurt – Abt. Wiesbaden, HfM Nürnberg und in Fribourg/CH.

Tätigkeit als Gesangspädagogin am Sulzbergforum Alpirsbach und im Studio für funktionale Stimmentwicklung Baiersbronn (Leitung)

Freischaffende Solistin im Bereich Konzertgesang in Deutschland, Schweiz, Frankreich

Operndebüt beim Festival Amadeo Bassi in Florenz

Coaching für Chorsänger und Chorleiter im Bereich Funktionale Stimmbildung

Stimmbildnerin der Kantorei Alpirsbach

So kam ich zu meinem Instrument: Ich habe schon immer gern gesungen – erst im Chor, später dann immer mehr solistisch.

Mein erstes /  prägendstes musikalisches Erlebnis: Die Zauberflöte im Staatstheater Wiesbaden. Ich weiß nicht mehr, wer die Königin der Nacht gesungen hatte, aber davon war ich schwer beeindruckt.

Leidenschaft neben der Musik: Reiten, Kochen, Wandern, Reisen

Größtes musikalisches Vorbild: Joan Sutherland

Mit diesem Stück fühle ich mich am meisten verbunden: Richard Strauss – Vier letzte Lieder UND Johannes Brahms – Ein Deutsches Requiem

Diese Noten liegen derzeit auf meinem Notenständer zuhause: Das Requiem von Mozart, das Musical Phantom of the Opera von Lloyd Webber, die Oper Der Rosenkavalier von Strauss

Damit stärke ich mich am liebsten vor dem Spielen: ein grüner Apfel, danach darf es dann Schokolade sein 😉

Das fasziniert mich an meinem Beruf: Die Arbeit mit dem “unsichtbaren”, ganz eigenen Instrument Stimme, das man ganz individuell bauen muss wie ein Instrumentenbauer, damit es sicht- und hörbar wird.

Die extrem vielfältigen Facetten und Möglichkeiten, die man mit der Stimme hat – vom vollen Sound über ein ganzes Orchester hinweg bis hin zu feinsten Details in allen Stilrichtungen – und das in allen Altersstufen, entweder allein oder solistisch.

Dazu kommen die unterschiedlichsten, interessanten Persönlichkeiten der Menschen, die ihre unverwechselbare stimmliche Visitenkarte in meine Hände geben.

Und last but not least: Welcher Musiker hat schon immer sein Instrument direkt bei sich und somit in allen Lebenslagen greifbar? 😉

Eine lustige Anekdote aus dem Berufsalltag: Kurz vor Beginn einer Probe der Spruch “Moment – ich muss erst noch meinen Kehlkopf stimmen” 😉

Mit diesem Ort fühle ich mich verbunden: Kein Ort, aber ein Land: Argentinien

Dieses Zitat ist mir wichtig: “Dankbarkeit macht das Leben erst reich.” – Dietrich Bonhoeffer

Bastian Levacher

Instrument: Gesang

Kommt aus: Calw

An der MuK: Seit Dezember 2020

Weg zur Musikschule Freudenstadt:
– Masterstudium Operngesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
– Stimmbildner “Aurelius Sängerknaben Calw”
– Lehrer für Popgesang
– Chorleiter
– Mitglied des Duos “Lied-Duo Levacher Rapoport”

So kam ich zu meinem Instrument: Meine Mutter hat Musik studiert und ist bei den “Aurelius Sängerknaben Calw” aktiv. So kam ich sehr schnell zum Singen und habe im Alter von 5-6 Jahren mit Gesang angefangen.

Mein erstes /  prägendstes musikalisches Erlebnis: Der erste Auftritt als einer der 3 Knaben in Mozarts “Die Zauberflöte” auf einer internationalen Bühne. Ein unvergessliches Erlebnis.

Weitere musikalische Interessen: In meiner Freizeit höre ich gerne Rock oder Metal, aber auch andere Musikstile. Von Schranz bis Klassik kann alles mal dabei sein. Ich habe mich auch ein wenig an der E-Gitarre probiert, aber da fehlt definitiv noch einiges an Übung.

Leidenschaft neben der Musik: Sport ist eine große Leidenschaft, aber meine wohl größte Leidenschaft gilt dem Motorradfahren.

Größtes musikalisches Vorbild: Bryn Terfel

Mit diesem Stück fühle ich mich am meisten verbunden: Das wird wohl die Oper “Die Zauberflöte” von Mozart sein. Da dies mein Gesangsleben vor und nach dem Stimmbruch stark beeinflusst hat. Hier kenne ich wahrscheinlich jede Rolle auswendig, aber mein Favorit ist Papageno. Zum Glück auch meine Stimmlage. Der passt einfach zu mir: redet viel, singt gerne und macht unglaublich viel Quatsch und Unfug.

Das fasziniert mich an meinem Beruf: Das Musizieren und den Gefühlen freien Lauf lassen. Fast nichts ist so befriedigend wie das Singen. Sehen wir ein*e Schüler*in das Gelernte anwendet und den eigenen Weg und Zugang zur Musik entdeckt und die eigenen Ideen, Vorstellungen und Gefühle zu dem Stück umsetzt und Freude am Musizieren findet.

Das mag ich an meinem Instrument: Die Stimme ist universal einsetzbar und wirklich bis in den letzten Zipfel der Erde bekannt. Es gibt so viele Musikstile in denen sie angewandt wird und jeder kann es lernen.

Eine lustige Anekdote aus dem Berufsalltag: Mein Duo Partner Ilja und ich haben zusammen das Lied “Der Feuerreiter” von H. Wolf einstudiert. Am Ende des Liedes kommt eine ziemlich ruhige Stelle, in der ich alleine singe. Der Feuerreiter “fällt in Asche ab” und nach diesem Satz kommt ein lautmalerisches “Husch”. Hier konnten wir uns beim ersten Mal Proben kaum das Lachen verkneifen. Eigentlich eine sehr ernste Stelle, aber bei fast jeder Probe müssen wir an dieser Stelle noch heute des öfteren grinsen.

Mit diesem Ort fühle ich mich verbunden: Schwarzwald. Hier kann man vielseitig Sport treiben und vor allem sehr gut Motorradfahren gehen.

Dieses Zitat ist mir wichtig: “Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.” – Friedrich Nietzsche